Neue Pächter im Spitalgarten: Ehepaar Sperger aus Thalmassing

Seit heute ist es offiziell – das neue Pächterehepaar für den traditionsreichen „Spitalgarten“ an der Steinernen Brücke wurde vorgestellt: Anton und Cornelia Sperger aus Thalmassing.

„Der Spitalrat als Vertreter der Stiftung hat es sich bei seiner Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht“, so Spitalmeister Willibald Koller. Namhafte Bewerber gab es sowohl aus der Region wie auch deutschlandweit. Bei der heutigen Sitzung des Gremiums wurden nun die Verträge unterzeichnet.

„Als gebürtige Regensburger wissen wir um die Tradition und den gewissen Nimbus, den die Gaststätte umgibt. Und wir werden behutsam damit umgehen“, versichert Anton Sperger. Auch hätten sie von der Befürchtung vieler Regensburger gehört, der Spitalgarten könnte zu einem großstädtischen „Schickimicki-Biergarten“ mutieren. „Da möchten wir mit bestem Gewissen beruhigen.“

Selbstverständlich aber wird es eine eigene Handschrift der Wirtsleute geben. Und genau dafür werben das Spital wie auch die neuen Wirtsleute um Vertrauen – besonders bei Stammgästen und Stammtischrunden. Liebgewonnene und alteingesessene Rituale sollen auf alle Fälle berücksichtigt und weitergeführt werden. „Es kann natürlich a bisserl dauern, bis alles eingespielt ist. Aber an uns soll´s nicht scheitern.“
Und mit Tradition kennen sich Spergers aus: Insidern sind sie durch ihr Landgasthaus in Thalmassing ein Begriff, den die Familie bereits in vierter Generation betreibt. Anton Spergers berufliche Stationen führten ihn über das Kolpinghaus in Regensburg und den Landgasthof in Heilinghausen dann ins Hofbräuhaus nach München. Als ausgebildeter Koch konnte sich Sperger peu a peu weitere Gastronomiebereiche erschließen, wie Serviceleitung und Geschäftsführung. Cornelia Sperger ist als gelernte Hotelfachfrau ebenfalls mit dem Metier vertraut und leitet seit 1998 gemeinsam mit ihrem Mann den eigenen Landgasthof in Thalmassing.

Einem ersten enormen Pack-an sieht sich das Ehepaar Sperger bei den anstehenden Umbaumaßnahmen gegenüber, die Schritt für Schritt im Spitalgarten angegangen werden sollen. Auch hier aber zahlt es sich aus, dass es „Wirtsleute vor Ort“ sein werden, die nicht nur einmal kurz vorbeikommen, um nach dem Rechten zu sehen. „Bayerisch traditionell mit gutem Stil“ soll die Richtung sein.

Und natürlich werden auch ihre Vorgänger - Wirtsleute Männer – noch gebührend verabschiedet. 33 Jahre haben Männers den Spitalgarten mit ihrer Herzlichkeit und ihrem Einsatz geprägt. „Es ist uns ein großes Anliegen, den Weg genau in diesem Sinne weiter zu gehen“, betont Spitalmeister Koller. Und mit Familie Sperger kann er beruhigen und festhalten: Der Spitalgarten ist in gute Hände übergeben worden.

Bild v. l. n. r.: Spitalmeister Willibald Koller, Anton und Cornelia Sperger, Spitalratsvorsitzender Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner

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